Mittwoch, 12. Juni 2019

Buchtipp DAS PLANETARIUM




DAS PLANETARIUM
Chris Wormell und Raman Prinja
Prestel Verlag






Mit großer Neugier habe ich dieses großformatige Buch mit dem vielversprechenden Titel gelesen. Mich sprach gleich mal an, dass das Betrachten desselben einem Museumsbesuch gleichkommen soll (heißt doch der Originaltitel: Planetarium. Welcome to the Museum). Noch dazu einem einzigartigen, in dem Sterne, entfernte Galaxien und geheimnisvolle Dunkle Materie ausgestellt ist. Und es ist für Besucher jeden Alters quasi rund um die Uhr geöffnet. Noch dazu bei freiem Eintritt, wie die Titelseite "mit einem Augenzwinkern" verspricht.


Sobald man diese Lektüre aufklappt begeistern sicher die tolle Papierqualität und die wunderschönen Illustrationen von Chris Wormell. Der auf das wesentliche reduzierte Text von Raman Prinja, einem Astrophysik-Professor am University College London, ist leichtverständlich geschrieben und übersichtlich dargestellt. Die Inhalte werden nicht in Kapiteln, sondern, wie es sich für ein Museum gehört, in "7 Sälen" präsentiert.


Im Saal 1 erfährt man, wie und womit man überhaupt den Weltraum erforschen kann, etwa mit Teleskopen.


Saal 2 gibt einen detaillierten Überblick über unser Sonnensystem mit den Planeten, Monden und anderen kleineren Körpern.


Die Sonne, ihre Verbindung zur Erde und der Tod der Sonne stehen im nächsten "Saal" im Mittelpunkt.


Im vierten Kapitel lernt man den Nachthimmel und die Sternbilder der nördlichen und südlichen Hemisphäre kennen.


Saal 5 beschäftigt sich mit Sternen, im Besonderen mit ihrer Geburt, dem Lebenszyklus und schließlich dem Tod dieser riesigen glühenden Kugeln, die Wärme, Licht und andere Strahlung erzeugen.


Was Galaxien sind sieht man in Saal 6. Die 3 Haupttypen werden erklärt, besonders natürlich die Milchstraße als unsere Heimatgalaxie.


Das letzte Kapitel informiert abschließend über das Universum, ihre mögliche Entstehung und die Szenarien, wie das Universum enden könnte.


Ein umfangreiches Stichwortverzeichnis und Webadressen zum vertiefenden Weiterlesen folgen im Anhang.


Dieses Buch würde ich für alle an diesem Thema interessierten Kinder und Jugendliche ab etwa 10 Jahren empfehlen. Doch auch als Erwachsener sollte man einen Blick auf die imposanten und beeindruckenden Illustrationen in Verbindung mit dem informativen Text riskieren. Denn Hand aufs Herz: Wer kann sich wirklich noch an alle Fakten zu diesem Themenbereich erinnern, die man selber in der Schule gelernt hat? Mir jedenfalls hat das Schmökern in diesem Schmuckstück von Buch sehr gefallen und einen lehrreichen Nachmittag beschert.



Alles Liebe,
Sandra


Dieses Buch wurde mir dankenswerterweise von Randomhouse zur Verfügung gestellt.

Samstag, 11. Mai 2019

Buchtipp MEIN LEGO




Ich stelle euch heute das Buch

Mein LEGO ®
70 kreative Upcycling-Ideen für Zuhause
Isabelle Bruno und Christine Baillet
Deutsche Verlags-Anstalt

vor.

LEGO ® kennt ja eigentlich jeder. Egal ob Kinder oder Erwachsene, Mädchen oder Buben. Jeder ist auf die eine oder andere Weise schon mit diesen dänischen Kultbausteinen in Berührung gekommen.  Wahrscheinlich bevölkern oder, in meinem Fall, bevölkerten sie jedes Kinderzimmer.

Viele bauen damit ganz nach Fantasie, andere hingegen verwenden gerne die Anleitung, die in der Packung mitgeliefert ist, um genau dieses bestimmte Bauwerk zusammenzustecken. Eine große Anzahl an Kindern erklärt diese bunten Bausteine viele, viele Jahre als absolutes Lieblingsspielzeug. Zum Geburtstag wünschen sie sich weitere Steine und Spezialsteine um ihre Sammlung zu ergänzen. Aber irgendwann kommt der Zeitpunkt, an dem neue Ideen gefragt sind. Und dieses Buch bietet genau das. 70 kreative Möglichkeiten, LEGO ® neu und anders zu verwenden.
Die Autoren haben die besten Hacks von Bloggern weltweit zusammengetragen und so eine in vier Schwierigkeitsstufen (von Einfach über Mittel und Schwer bis Experte) gegliederte Ideensammlung  in Buchform erstellt.

Mit meinem LEGO ® begeisterten Neffen (Er ist sechs Jahre alt) habe ich mir das Buch angeschaut.
Bei den einfachen Projekten gefielen uns die Smartphone-Ladestation, der Zoo, die Taschentücherbox und das Nachtlicht, das man mit Hilfe eines USB-Sticks nachbauen kann. Mit kleineren Kindern kann ich mir auch vorstellen, dass sie Spaß am Drucken einer Ritterburg haben. Dafür verwendet man die Steine als Stempel.

Bei den mittelschweren Projekten stach für mich das Regal hervor. Obwohl man eigentlich nur ein bestehendes Regal mit den Bausteinen verblendet wirkt es auf den ersten Blick, als ob das ganze Regal mit LEGO ® -Steinen gebaut worden ist. Überdies sprachen uns auch die Vogel-Futterstation und der aus den Bausteinen gebaute Buchstabe an, der gerahmt ein toller Wandschmuck im Kinderzimmer ist. Schöne Dekostücke für daheim sind auch die Rose und der Kaktus, beides wiederum nur aus LEGO ® -Steinen.

Kommen wir nun zu den anspruchsvolleren Projekten in der Kategorie schwer. Begeistert waren wir sofort vom Globus. Er hat einen Durchmesser von 38,4 cm und ist inklusive Sockel 50 cm hoch. Es ist genau aufgelistet, welche und wie viele Steine man braucht. Beeindruckend ist auch die Anzahl der LEGO ® -Steine, die man insgesamt dafür braucht: 3863!
Meinem Neffen gefiel auch der Christbaum, der aus flachen LEGO ® -Platten besteht und wirklich einem Nadelbaum sehr gut nachempfunden ist. Leider stellte er aber enttäuscht fest, dass er diese erforderlichen 1486 Steine in grün und braun nicht in seinem Vorrat hat.
Aufwändig aber wirkungsvoll sind auch die Pralinen und Gummibonbons in LEGO ® - Form. Dafür baut man zuerst aus den Bausteinen eine Grundform, die man mit Lebensmittelsilikon ausgießt. Die entstandene Silikonform kann man dann mit geschmolzener Schokolade für die Pralinen oder mit Götterspeise und Gelatine für die Gummibonbons füllen. Vielleicht eine Attraktion für eine Kindergeburtstagsparty?

In der Experten-Kategorie werden noch einige Profi-Projekte vorgestellt, die man aber sicher nicht daheim im Kinderzimmer nachmachen kann. Die Hängekonsole, der Couchtisch und die LEGO ® - Mauer, die eigentlich mehr ein Raumtrenner inklusive Rundbogen ist, sind aber wirklich imposant und bringen Individualität ins eigene Zuhause. Doch dafür sind entweder detaillierte Planungen erforderlich oder eine beinahe unüberschaubare Menge an Bausteinen.

Zusammenfassend hat mir das Buch gut gefallen. In den ersten beiden Kategorien findet man viele Projekte, die kleinere und größere Kinder und LEGO ® - Fans ansprechen und die man auch leicht daheim umsetzen kann. Für viele weitere Projekte sind viele Spezialsteine erforderlich, die man sich eventuell erst vorher besorgen muss.
Doch unabhängig davon, ob man die Projekte selber verwirklichen will oder nicht, ist dieses Buch auf alle Fälle eine beeindruckende Lektüre, die einen oft staunen lässt und ganz sicher Spaß macht.


Mit diesem Buchtipp wünsche ich euch

alles Liebe,
Sandra



Dieses Buch wurde mir dankenswerterweise von Randomhouse zur Verfügung gestellt.


Mittwoch, 1. Mai 2019

Besuch in der Grüne Erde-Welt und Almtal




In der Osterwoche besuchte ich das Almtal in Oberösterreich. Neugierig war ich auf die neue Grüne Erde-Welt, die seit kurzem in Pettenbach eröffnet worden ist. Interessant fand ich die total zurückhaltende Architektur des Gebäudekomplexes, der sich kaum von der Umgebung abhebt und sich somit gut integriert. Am Weg zum Haupteingang kommt man an einigen Glashäusern vorbei, die zum Blick hinein einladen und Mini-Biotope, kleine Schautafeln und Getreide- und Pflanzenbeispiele zeigen.




Das Gebäude, das Ausstellungsraum, Mini-Museum, Bistro und Shop beinhaltet, ist großzügig und äußerst modern gestaltet und mit hochwertigen Böden und Materialien ausgestattet. Man kann die in den Produkten verwendeten Materialien sogar "ertasten" und spürt hier die Echtheit und Natürlichkeit. 







Im Ausstellungsraum fühlt man sich wie in einem Privathaus. Sowohl die Möbel als auch die Accessoires wie Lampen, Teppiche und Wanddekorationen vermitteln Wohnlichkeit. Durch die großen Fenster, die einen Blick in den wunderschönen Garten eröffnen, entsteht ein tolles Raumgefühl. Man möchte am liebsten gleich einziehen!






Nach einer Einkehr im Bistro ging's noch einen Sprung zum Almsee, der herrlich einsam liegt. Mit einem Blick auf die Berge im Hintergrund hat mich der kurze Spaziergang beim See sehr entspannt. Nächstes Mal möchte ich den etwa 6 km langen Rundweg gehen.




Mit diesen Inspirationen aus Oberösterreich wünsche ich euch noch einen tollen Start in den Mai.
Übrigens entstand dieser Post freiwillig und unbeauftragt und ich werde dafür nicht bezahlt. Er gibt lediglich meine eigene Meinung wieder.



Alles Liebe,
Sandra



Montag, 18. Februar 2019

Buchtipp EINFACH LEBEN





Das Buch Einfach leben von Lina Jachmann, erschienen im Goldmann-Verlag, wollte ich schon lange mal lesen, verspricht doch der Buchtitel Einblicke ins einfache Leben. Doch was versteht man eigentlich darunter?


Jeder hat einen anderen Zugang zu diesem Thema. Ich denke da zuerst mal an das Schlagwort Minimalismus und ans Reduzieren der eigenen Habseligkeiten. Doch beim Lesen dieses Buches wurde mir klar, dass das viel zu kurz gedacht ist und dass EINFACH LEBEN auch aus anderen Blickpunkten betrachtet werden kann.


Joachim zum Beispiel besitzt nur 50 Dinge und bestreitet damit sein Leben. Daniel hingegen begriff den Minimalismus eher als Chance, sein aus den Fugen geratenes Leben, mit dem er nicht glücklich war, in den Griff zu bekommen. Constantin lebt ein minimalistisches Leben auf einem acht Quadratmeter großen Hausboot und erkennt die räumliche Beschränkung als Vereinfachung und Reduktion auf das Wesentliche. Mia schenkt der Mode ihr Hauptaugenmerk. Weniger "schnelle Mode" kaufen dafür fair und nachhaltig produzierte Stücke bevorzugen lautet ihr Credo.
Justine hat ihre Garderobe gleich auf nur 33 Stücke beschränkt.
Shia und Hanno beleuchten das Thema von Seiten des Umweltschutzes. Sie haben sich zur Aufgabe gemacht, keinen Müll mehr zu erzeugen und schaffen es mittlerweile, dass ihr Abfall eines ganzen Jahres in ein Einmachglas passt.
Anna und Marcus hingegen finden ihr minimalistisches und nachhaltiges Glück beim Leben auf dem Land.


Alle diese Homestorys sind spannend zu lesen, eröffnen neue Gedankenwelten und inspirieren dazu sich einzelnen Aspekten genauer zu widmen.






Was hat mich in diesem Buch noch angesprochen:
- Welche nachhaltigen Küchentools es gibt
- Wie man Haushaltsreiniger aus einfachen Mitteln selber machen kann
- Wie man Körperpflegeprodukte selber herstellen kann
- Wie man seine Garderobe aufs Wesentliche reduziert (Capsule Wardrobe)
- Faire Mode Online-Shops
- nachhaltig trainieren
- nachhaltig Lebensmittel einkaufen


Wer sich einen Überblick über verschiedene Ansätze zum minimalistischen Leben holen will dem kann ich dieses Buch wirklich empfehlen. Auch allen Neueinsteigern in diesen Themenkreis bietet es einen umfassenden Einblick. Die Selbermacher kommen mit einfach umzusetzenden DIYs zum Thema Körperpflege- und Haushaltsprodukte ebenfalls nicht zu kurz. Ich werde mich auf jeden Fall noch mehr in den Minimalismus vertiefen.


Alles Liebe,
Sandra


Das Buch wurde mir dankenswerterweise von Randomhouse zur Verfügung gestellt.